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Ludwigshafen am Rhein, -arme Stadt -am und -im Fluss

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Ludwig

Dr. Ludwig kannte ich vom Ernst-Reuter-Park. In dem Park gab es eine Rollerbahn, so ein schöne Achterbahn, mit einer kleinen Brücke. Neben der Rollerbahn nutzten wir wie immer verbotenerweise den Rasen um unsere Fussball Matches auszutragen. Damals, ich war so die sechs jahre, flog unser Ball in einen der Gärten, nebenan und der Ball war natürlich erst einmal weg. Wir gingen zum Garten, aber da war niemand. Also entweder über den Metallzaun oder klingeln. Beides war uns nicht geheuer. Wir gingen erst mal Richtung Heimweg. Ich wohnte damals in der Ostpreussenstrasse, aber kurz vor der Wohnungstür, ging ich dann doch nochmals zurück und nahm meinen Mut zusammen und klingelte an dem Bungalow. Ein Mann kam mir entgegen und fragte was ich den möchte. Mein Ball ist in ihrem Garten, sagte ich etwas kleinlaut. Na da gehen wir doch mal schauen, meinte er. Wir gingen am Haus vorbei und zu einem schön angelegten Garten und da lag er. Ich bekam meinen Ball, sagte artig Danke. Er sagte, es wäre besser, wenn wir uns bei einem Verein zum Ballspielen anmelden würden, da könnten wir soviel Bolzen wie wir wollen, im Park ist das verboten. Ich sagte, ja das können wir sicher tun. Er sagte, hier ich schreibe dir noch was darauf. Ich zögerte erst, sagte mir, was will den der jetzt da darauf schreiben? Er schrieb seinen Namen darauf Werner Ludwig. ich dachgte mir noch, wenn es ihm Spaß macht, Hauptsache ich habe den Ball wieder. Das war meine Begegnung mit Herrn Dr. Wern Ludwig. ich sah ihn viel später nochmals, bei einer Feuerwehrübung an der Tortenschachtel, er war sehr interessiert. Ich grüßte ihn und sagte nochmals danke, dass er mir damals den Ball zurückgegeben hatte. Er grinste und sagte, er kann sich daran noch erinnern, wie da der kleine Bub stand. Er fragte mich noch, ob ich den Fussballer geworden bin. Nein ich bin Handballer, grinste ich. Auch gut, sagte er und ging in das alte Rathaus gegenüber der Tortenschachtel zurück.

Dr. Werner Ludwig

1958 wurde Ludwig Beigeordneter (Bürgermeister) und übernahm das Sozial- und Wohnungsdezernat. 1962 wurde er zum Vorsitzenden des SPD-Bezirks Pfalz gewählt, den er bis 1980 führte. 1964 wurde er Mitglied des Bezirkstages Pfalz und war zunächst von 1964 bis 1974 Bezirkstagsvorsitzender. Zusätzlich erfolgte 1963 seine Wahl in den Rheinland-Pfälzischen Landtag. Er legte das Mandat nieder, als er im Mai 1965 zum Oberbürgermeister der Stadt Ludwigshafen gewählt wurde. Dieses Amt übte er 28 Jahre lang aus. Noch einmal, diesmal von 1979 bis 1996, war er Bezirkstagsvorsitzender. Damit bekleidete er dieses Amt insgesamt 27 Jahre.

Ludwigs Amtszeit in Ludwigshafen war begleitet von einer außergewöhnlichen ökonomischen Prosperität der Stadt. Daher konnte eine Reihe von Großprojekten umgesetzt werden. Zu den bedeutendsten zählen das Rathaus-Center, das Hack-Museum, die Schaffung der Fußgängerzone, die Verlegung des Hauptbahnhofs und die Weiterführung des Projekts Visitenkarte. Sicher waren nicht alle Projekte im Namen der Bürger, der Hauptbahnhof war eines der projekte, die keinen Sinn machten, da die wichtigen Züge in Mannheim hielten. So verwahrloste, der einst modernste Bahnhof Europas zu einem trostlosen Regionalbahnhof.

Ehrungen
1990 erhielt Ludwig das Große Bundesverdienstkreuz, 1992 die Europa-Union-Nadel in Gold. Ende Juni 1993 trat er als damals dienstältestes deutsches Stadtoberhaupt in den Ruhestand. Einen Monat vorher hatte ihn der Ludwigshafener Stadtrat mit der Ehrenbürgerschaft der Stadt ausgezeichnet. Am 20. April 2008 wurde Ludwig im Maudacher Schloss durch Kurt Beck, den Ministerpräsidenten des Landes Rheinland-Pfalz, die Wilhelm-Dröscher-Plakette verliehen.

 

Nachruf Jutta Steinruck

Ludwigshafen trauert um einen großen Oberbürgermeister, der seine Stadt wie kein anderer geprägt und gestaltet hat.

Unser Ehrenbürger Dr. Werner Ludwig ist am 25. Februar im Alter von 93 Jahren verstorben. Ludwig war von Juli 1965 bis Juni 1993 Oberbürgermeister der Stadt, also rund 28 Jahre lang, und beim Eintritt in den Ruhestand der damals dienstälteste Oberbürgermeister einer deutschen Stadt. Bei der Verabschiedung von Dr. Werner Ludwig im Juni 1993 machte der damalige Oberbürgermeister von Stuttgart, Manfred Rommel, mit dem Hinweis, dass man meinen könnte, die Stadt Ludwigshafen sei nach Werner Ludwig benannt, die enge Verbindung zwischen der Stadt und ihrem ehemaligen Stadtoberhaupt deutlich. Dr. Werner Ludwig war vor seiner Wahl zum Oberbürgermeister bereits mehr als sieben Jahre, von Februar 1958 bis Juni 1965, Sozial- und Wohnungsdezernent der Stadt.

Während meiner gesamten Kindheit und Jugend sowie meines jungen Erwachsenenlebens hat Dr. Werner Ludwig das Leben in der Stadt und ihre Entwicklung geprägt. Ludwigs Amtszeit als Oberbürgermeister war begleitet von einem außergewöhnlichen wirtschaftlichen Aufschwung der Stadt. Daher konnten eine Reihe von bedeutenden Großprojekten umgesetzt werden, wie beispielsweise das Rathaus-Center, das Wilhelm-Hack-Museum, die Schaffung der Fußgängerzone und die Verlegung des Hauptbahnhofs. Mit Recht kann man sagen, dass es wohl niemanden gibt, der die Nachkriegsgeschichte unserer Stadt so stark geprägt hat wie er. Ludwig war ein äußerst populärer und erfolgreicher Oberbürgermeister, der bis zuletzt hohes Ansehen in der Ludwigshafener Bevölkerung genossen hat. Er wurde parteiübergreifend für sein außergewöhnliches Engagement, seine hohe Sachkompetenz, Leidenschaft und Bürgernähe, für sein Verantwortungsbewusstsein sowie sein Durchsetzungsvermögen respektiert und geschätzt. Werner Ludwig war in meinem politischen Werdegang mein Wegbegleiter, Vorbild und Mentor. In ‚seiner‘ Gartenstadt war er insbesondere durch seine Spaziergänge bekannt: Er hatte immer Zeit für die Bürgerinnen und Bürger und hat sich die kleinen und großen Probleme angehört. Er war stets interessiert und hat sich nach seinen Mitmenschen erkundigt. Er hat ganz nach seinem Motto ‚Nah bei de Leut‘ gelebt. Ludwigshafen verliert mit ihm eine bedeutende Persönlichkeit und einen geliebten und geschätzten Sohn der Stadt. Unsere Gedanken sind bei seinen Kindern und ihren Familien und bei den vielen Freundinnen und Freunden, die heute mit uns trauern und sich mit großem Respekt vor seiner Lebensleistung verneigen.

Dr. Werner Ludwig wurde am 27. August 1926 in Pirmasens als Sohn des späteren bayerischen Landtagsabgeordneten Adolf Ludwig geboren. 1933 musste die von langer sozialdemokratischer Tradition geprägte Familie nach Frankreich emigrieren. Dort besuchte Werner Ludwig die Schule und begann sein Jurastudium. Sowohl die Emigration als auch das Leben in Frankreich haben Werner Ludwig geprägt. Die Partnerschaft Ludwigshafens mit Lorient in der Bretagne war ihm eine Herzensangelegenheit. 1946 trat er in die SPD ein. Soziale Gerechtigkeit, gute Lebensbedingungen für die Menschen in der Stadt waren ihm ebenso wichtig wie das Eintreten für Versöhnung und das Zusammenwachsen Europas.

Werner Ludwig und seine Frau Lucia haben drei Kinder, sechs Enkel und fünf Urenkel. Ludwig lebte mit seiner Familie seit 1956 in der Gartenstadt.

Werner Ludwig war weit über die Grenzen der Stadt hinaus politisch aktiv: unter anderem von 1963 bis 1965 als Mitglied des Landtags Rheinland-Pfalz und dort als Vorsitzender des sozialpolitischen Ausschusses; von 1964 bis 1999 als Mitglied des Bezirkstags Pfalz, von 1964 bis 1974 und wieder von 1979 bis 1997 als Vorsitzender des Bezirkstags Pfalz, von 1984 bis 1999 als Vorsitzender des Vereins Naturpark Pfälzerwald, von 1965 bis 1998 als Vorsitzender des Aufsichtsrats der Pfalzwerke AG und von 1965 bis 1989 als Mitglied des Vorstandes des Städtetags Rheinland-Pfalz, dessen Vorsitzender er von 1969 bis 1971 war.

Für sein langjähriges Wirken wurde Dr. Werner Ludwig neben der Ehrenbürgermeisterwürde "seiner" Stadt im Jahr 1993 mit hohen Auszeichnungen bedacht: 1990 mit dem Großen Bundesverdienstkreuz der Bundesrepublik Deutschland, 1992 mit der Europa-Union-Nadel in Gold, 1996 mit dem Verdienstorden des Landes Rheinland-Pfalz und 2015 mit dem "Officier de la Légion d’Honneur", einer der höchsten Auszeichnungen, die von der Französischen Republik vergeben wird.

 

 

 

 

 

 

 

 
 

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