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Ernst Bloch

Ernst Bloch Zentrum

 

Es war mein erster Besuch im Bloch-Zentrum.

Das Gebäude in dem das Bloch-Zentrum beheimatet ist, gehört zur ehemaligen Walzmühle, einst eine der grössten und modernste Mühlen von Europas (Walzmühle Ludwigshafen) Das Zentrum besteht aus einer Dauerausstellung, die das Leben und die zentralen Themen des Philosophen Ernst Bloch dokumentiert, sowie einem Archiv mit dem Nachlass Blochs. Im Zukunftsforum des Ernst-Bloch-Zentrums werden regelmäßig Veranstaltungen zu konkret-utopischen Themen der Gesellschaft angeboten. An der Seite kann man durch eine Glasplatte in das nachgebildete Arbeitszimmer von Ernst-Bloch schauen.

Sacha Lobo Kolumnist für den Spiegel hält die 2. Zukunftsrede im Bloch-Haus

Sascha Lobo

Sascha Lobo hält die 2. Zukunftsrede der Stadt Ludwigshafen im Ernst-Bloch-Zentrum

 

Internetvisionär und Spiegel-Kolumnist Sascha Lobo hat den Vorrang der Gesellschaft vor der Technologie gefordert. In seinem Vortrag im Ernst-Bloch-Zentrum in Ludwigshafen übte Lobo am Freitagabend harsche Kritik an der Praxis, Menschen mittels bewaffneter Drohnen zu töten. Ein großer Teil der digitalen Daten, die für den Drohneneinsatz nötig seien, würde in Deutschland gewonnen, sagte der Überwachungskritiker. Vor etwa 80 Zuhörern forderte Lobo, Techniken der Vernetzung sollten sich nicht gegen die Freiheit des Menschen richten. Auch vermeintlich nützliche Geräte, wie eine vernetzte Zahnbürste, die mangelndes Putzen meldet und dann vor dem Verlust des Versicherungsschutzes warnt, berge einen "Unterwerfungsmechanismus". Deutschland sei aber kein technikfeindliches Land, so Lobo. Es fehle eine Kultur der "Toleranz für Fehler". Die Forderung nach einer Zerschlagung von Google sei jedoch der falsche Weg zu einer menschenfreundlichen Digitalisierung, sagte der Internet-Erklärer.

Mit der Fragestellung "Was ist die digitale Freiheit", zeigte uns Lobo mit ein paar einfachen Möglichkeiten, wie das Netz den Menschen in Beschlag nimmt. Die Rede Lobo´s war sachlich, er warnt auch vor dem Netz. Lobo zitierte oft unseren in Ludwigshafen geborenen Philosophen Ernst-Bloch. Lobo der mit dem Internet grossgeworden, verteufelt das Internet aber nicht vollkommens, die Zerschlagung von Google finde er nicht gut. Auf demselben Prinzip der Wahrscheinlichkeit beruht die gezielte Produktwerbung auf der Basis der Daten der Konsumenten im Internet. Und vor wenigen Tagen erst hat sich die erste Internet-Versicherung in Deutschland vorgestellt, die Ernährung und Fitnessübungen vorschreibt. „Wir brauchen einen Primat der Gesellschaft vor der Technologie“, mahnte Lobo. Eine kalte Ingenieursdenkweise habe dem technikvernarrten Deutschland den Wohlstand geschaffen. Das Land sei nicht, wie Bloch, ins Gelingen verliebt, sondern ins Funktionieren. „Es ist unsere Aufgabe“, schloss Lobo seine Rede, „nicht weniger zu entwerfen als eine konkrete Netz-Utopie. An die Arbeit!“

Umrahmt von Lobo´s Rede war die Einleitung von Professor Dr. Klaus Kufeld und Dr. Eva Lohse OB der Stadt Ludwigshafen und Stiftungsratsvorsitzende der Stiftung Ernst Bloch Zentrum und musikalisch entdigitalisiert von Oliver Augst - Lieder zur Zukunft. Alles in allem eine gelungene Veranstaltung.

Sascha Lobo stellte sich danach, den Fragen der Zuhörer.

 

Sascha Lobo (* 11. Mai 1975 in Berlin) ist ein deutscher Blogger, Buchautor, Journalist und Werbetexter. Thematisch befassen sich Lobos Texte meist mit dem Internet, vermischter Realität und digitalen Technologien und behandeln deren Auswirkungen auf die gesellschaftliche Entwicklung. Januar 2014 kann als Zeitpunkt für eine Zäsur einer bis dato grundsätzlich aufgeschlossenen Haltung Sascha Lobos zum Internet gelten, als er die Globale Überwachungs- und Spionageaffäre rund um den NSA zum Anlass nimmt, festzustellen: „Das Internet ist kaputt!

Sascha Lobo Zukunftsrede in Ludwigshafen
bloch

Ernst Bloch links als Gemälde an der Wand

ernst-bloch Arbeitszimmer

Das Arbeitszimmer von Ernst-Bloch ist durch den Glasboden zu sehen

 

Hier noch ein paar Artikel von anderen Schreibern

Sascha Lobo hält zweite Zukunftsrede im Ernst-Bloch-Zentrum

Der Stiftungsrat der Stiftung Ernst-Bloch-Zentrum hat beschlossen, die zweite Zukunftsrede an Sascha Lobo zu vergeben. Die Zukunftsrede wurde zum ersten Mal im Jahr 2010 gehalten, damals von dem Schriftsteller und Büchner-Preisträger Volker Braun. Zum zehnjährigen Bestehen des Ernst-Bloch-Zentrums und zum 125. Geburtstag des Ludwigshafener Philosophen wurde sie als Ergänzung zum bereits etablierten Ernst-Bloch-Preis der Stadt Ludwigshafen ins Leben gerufen. Mit ihr verbindet die Stiftung Ernst-Bloch-Zentrum den Versuch, mutige Blicke in eine gute Zukunft zu wagen. Sie wird einer bekannten Persönlichkeit des öffentlichen Lebens aus Politik, Philosophie, Literatur oder Wissenschaft anvertraut, deren Denken und Handeln für langfristige Visionen bzw. Utopien steht. Die Rede ist ein utopisches Statement an die Gesellschaft. Die Wahl fiel auf Sascha Lobo, einen der wichtigsten Fürsprecher und Analytiker der digitalen Welt, auf Vorschlag der Juroren Professor Axel Honneth (Universität Frankfurt am Main), Professor Burghart Schmidt (Wien), Professor Bernd Stiegler (Universität Konstanz) und Dr. Klaus Kufeld (Ernst-Bloch-Zentrum). Vor dem Hintergrund der aktuellen Abhörskandale scheint die Frage nach der digitalen Freiheit derzeit eines der meist diskutierten Themen zu sein. Das Internet galt lange Zeit als der Ort der Freiheit und der Utopie und wird bis heute als solcher verteidigt. Die aktuellen Überwachungsskandale scheinen jedoch zu einer Desillusionierung zu führen.
Selbst der "Interneteuphoriker" Sascha Lobo verkündete in seinem vieldiskutierten Artikel "Abschied von der Utopie. Die digitale Kränkung des Menschen" (FAZ vom 12. Januar 14), sich in Bezug auf das Internet getäuscht zu haben und spricht - bezugnehmend auf Freud - von der vierten Kränkung der Menschheit. Sascha Lobo, Jahrgang 1975, ist Autor, Strategieberater und hält Fach- und Publikumsvorträge. Er beschäftigt sich mit den Auswirkungen des Internets auf Gesellschaft, Wirtschaft, Politik und Kultur. Auf Spiegel Online erscheint wöchentlich seine Kolumne "Mensch-Maschine" über die digitale Welt. Zuletzt erschien sein Buch "Internet - Segen oder Fluch", geschrieben gemeinsam mit Kathrin Passig. In der Stiftung Ernst-Bloch-Zentrum engagieren sich die Stiftungsinstitutionen und Kräfte aus Politik, Kultur, Wissenschaft und Wirtschaft für das kulturelle Erbe von Ernst Bloch und die Fortentwicklung der Zukunftsthemen, die auch andere kultur- und sozialwissenschaftliche Strömungen einschließen. Der Stiftungsrat besteht aus OB Dr. Eva Lohse (Vorsitzende), Dr. Rüdiger Linnebank (Stellvertretender Vorsitzender, Vorstand der Sparkasse Vorderpfalz), Malu Dreyer (Ministerpräsidentin von Rheinland-Pfalz), Edmund Elsen (Stiftung Rheinland-Pfalz für Kultur), Prof. Dr. Axel Honneth (Universität Frankfurt am Main), Dr. Mirjam Josephsohn (Bloch-Erbin), Prof. Dr. Burghart Schmidt (Hochschule für Gestaltung Offenbach am Main/Wien), Anne Monika Sommer-Bloch (Bloch-Erbin), Prof. Dr. Bernd Stiegler (Universität Konstanz) und Peter Hähner (Stiftung der Rheinland-Pfalz Bank) sowie Geschäftsführer Dr. Klaus Kufeld.
Die Zukunftsrede wird gesponsert von ICL. -
"Die Zukunftsrede" wurde am UNESCO Welttag der Philosophie am Freitag, 21. November 2014, um 17 Uhr im Ernst-Bloch-Zentrum, Walzmühlstraße 63, gehalten.

 

Die Rheinpfalz schreibt dazu

Hier in Auszügen:

".....Von einem grenzenlosen Bewunderer Sascha Lobo zu seinem scharfen Kritiker gewandelt. Im Ernst-Bloch-Zentrum in Ludwigshafen hat er nun die zweite „Zukunftsrede“ gehalten und eindringlich vor dem gedankenlosen Verzicht auf Verantwortung, Selbstbestimmung und demokratischer Kontrolle in einem totalen Überwachungsstaat gewarnt...."

„ Anders als der Büchner-Preisträger Volker Braun in seiner poetischen ersten Zukunftsrede war Sascha Lobo im Bloch-Zentrum bemüht, seinen Zuhörern in einfachen Worten vor Augen zu führen, was die Zukunft bringen wird – wenn sie sich nicht wehren und verweigern.

"...Erst Anfang dieses Jahres hatte er nach den Enthüllungen Edward Snowdens lapidar festgestellt: „Das Internet ist kaputt!“ und wandelte sich vom Saulus zum Paulus. „Wer hat schon diese Größe?“, fragte zu Recht Klaus Kufeld, der Leiter des Bloch-Zentrums, in seiner Einführung. Kufeld sprach auch das Dilemma des Internets an, indem er die Einschätzung des amerikanischen Soziologen Jeremy Rifkin zitierte: „Wir werden bereichert und unterstützt, aber auch kontrolliert und versklavt....“

"....„Was heißt digitale Freiheit?“ widmete Lobo dem verstorbenen Mitherausgeber der Frankfurter Allgemeinen Zeitung Frank Schirrmacher, weil er „das deutsche digitale Feuilleton“ begründet habe...."

"...Auf demselben Prinzip der Wahrscheinlichkeit beruht die gezielte Produktwerbung auf der Basis der Daten der Konsumenten im Internet. Und vor wenigen Tagen erst hat sich die erste Internet-Versicherung in Deutschland vorgestellt, die Ernährung und Fitnessübungen vorschreibt. „Wir brauchen einen Primat der Gesellschaft vor der Technologie“, mahnte Lobo. Eine kalte Ingenieursdenkweise habe dem technikvernarrten Deutschland den Wohlstand geschaffen...."

Rheinpfalz Quelle

 

 

 

 
 

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