Samos ist die schönste griechische Insel und liegt im östlichen Ägäischen Meer, nahe zur Türkei. Samos ist der Geburtsort des Mathematikers Pythagoras und des Philosophen Epikur und für den hier hergestellten süßen Muskatwein bekannt. Weinanbau, Olivenanbau haben eine lange Tradition, der Tourismus ist gut ausgebaut, aber insgesamt noch ruhig und gemässigt...weiter

griechischer kalender

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Handwerker auf Samos

 

Bootsbauer ..und jetzt weiss ich auch wo das Wort "plori" herkommt ;-)

 

Grosse Hotelresorts und Clubanlagen sucht man vergebens auf der griechischen Sonneninsel Samos. Die kleine Mittelmeerinsel hat vielfach noch ihr urspruengliches Flair bewahrt, alte Handwerkskuenste haben bis heute Tradition. Interessierte und neugierige Urlauber koennen hier noch so einiges entdecken.

Heute fuehrt uns der Weg nach Agios Issídoros und Drakei um die Bootsbauer, die das weltbekannte "kaikí" bauen, man muss wirklich genau schauen, dass man die jungs findet, einen trafen wir im Kafenion in Drakei, darueber spaeter mehr.

Das Kaíki (griechisch καΐκι, „a“ und „i“ getrennt gesprochen) ist der verbreitetste traditionelle Bootstyp in Griechenland. Es wird geplankt aus Holz gebaut und ist seit zirka 50 Jahren meist mit einem einzylindrigen Diesel motorisiert. Vorher wurde es unter Segeln gefahren oder gerudert.

Die Groesse eines Kaíkis reicht von 5 Meter Laenge bis zu 15 Meter langen Schiffen, wobei die Rumpfform immer beibehalten bleibt. Sie ist auch fuer die erstaunliche Seetauglichkeit dieses Bootstyps verantwortlich. Kaíkia werden so gut wie immer mit einer Ruderpinne gesteuert, auch die sehr grossen haben meist kein Steuerrad.

 

Auf der Strasse nach Drakei, geht kurz nach Kalithea und dem Ort Drakei eine unbefestigte Strasse zum Meer nach Agios Issídoros hinunter, ca 20 min kommt man zu den traditionellen Bootsbauern. Ein Kettenhund klaefft uns wuetend an, Holz liegt auf dem Felsen zum trocknen aus, in dem einsamen Gehoeft am Meer, keinen Menschenseele. Mehrere Schiffe oder sagt man Boote? Von der Groesse irgendwas zwischen drin, liegen hier auf der Reede oder Trockendock, sie riechen noch neu, sind aber noch im Skelettzustand. Hier gibt es im Moment nicht viel zu sehen, daher bewegen wir uns am Strand entlang, der auch Menschenleer scheint. ueber Unrast was der Meer angeschwemmt hat, bahnen wir uns ueber ruppige Felsen einen feuchten Weg. Eine Felsengruppe zum Klettern laed mich ein. Mehr gab es da unten nicht zu sehen. Gut es ist November und die Arbeiter, werden sich auch langsam in die Doerfer zurueckziehen.

Wir fahren den Weg nach Drakei weiter, hier treffen wir den Pfarrer, der uns in seine kleine Taverne einlaed. Ja, die Bootsbauern sind schon ein besonderer Schlag, das Bootsbauen wird von Vater zum Sohn weitergegeben, ein aelterer Mann betritt die Taverne und wir reden ueber Griechenland, Samos und das Wetter. Sein Sohn ist nach Nuernberg zum arbeiten, hier gibt es nicht viel zu tun.

Samos ist eine Insel fuer Individualurlauber. Grosse Hotelresorts und Clubanlagen gibt es hier noch nicht. Insofern hat sich die kleine Mittelmeerinsel vielfach ihr urspruengliches Flair bewahrt, alte Handwerkskuenste haben bis heute Tradition.

70 Einwohner und ein Bootsbauer leben in Drakei. Hier endet auch das Autofahren, obwohl es schon einige mit Rampen probiert hatten, bis nach Karlovasi vorzudringen, das sind aber verrueckte Ausnahmen. Hier geht es nur fuer die Wanderer weiter, die ueber den kleinen und grossen Seitani nach Karlovasi wandern, oder ein Boot haben.

Bislang fuehrt keine Strasse um das Gebirge herum so startet man von Marathokambos ueber das Touristendorf Votsalakia fuehrt daher der Weg um den Kerkis herum, eine abenteuerliche und kurvenreiche Fahrt bis zum Bergdorf Drakéi. Rund 70 Einwohner leben hier, dazu zaehlen auch Georgios Kiassos, der Bootsbauer, seine Frau Stella und die beiden Kinder.

Im Dorf scheint die Zeit stehen geblieben zu sein: Die aelteren Maenner treffen sich im Schatten unter Platanen und trinken ihren Kaffee oder Ouzo, waehrend der Pfarrer des Dorfes die Fremden auf der Strasse begruesst und ins Kafeineon bittet. Die Gassen liegen ruhig im Sonnenlicht und Waesche weht im Wind. „Aber das Leben hier ist beschwerlich“, erzaehlt der Pfarrer. „Fuer die Kinder gibt es keine Schule und die jungen Leute wandern ab.“

Hoch oben in den Bergen baut der Bootsbauer die Fischerboote, „kaikí“ genannt, die in die gesamte aegaeis verkauft werden. Und wenn die Boote so weit fertig sind, dass sie zu Wasser gelassen werden koennen, werden sie zum Meer gebracht.

 

Der Bau eines Bootes dauert fuenf Monate. Neben dem Bootsbauer arbeitet ein weiterer Bootsbauer in Drakéi und jeweils einer in Agios Issídoros, den wir wohl verpasst hatten, einer gibt es noch in Pythagório und einer in Karlóvassi. Derzeit baut der Bootsbauer in seiner Werkstatt unter freiem Himmel am Ortseingang von Drakéi an einem etwa neun Meter langen Fischerboot. „Mitunter ist so ein Boot aber auch 14 Meter lang“, erklaert der Bootsbauer. Auf dem Grundstueck vor seinem Haus ist das Boot aufgebockt. Es riecht nach frischem Holz. Er holt aus dem nahegelegenen Pinienwald. „Aber inzwischen duerfen wir immer weniger Holz fuer den Bootsbau aus dem Wald holen“, erklaert er und kritisiert den inzwischen weit verbreiteten Bau von Kunststoffbooten. „Zudem wird sehr viel Wald abgeholzt, der fuer den Bau von Gebaeuden benutzt wird.“ Touristen bringen mehr Geld, da wird das Holz dahin gegeben.

Wichtigstes Werkzeug ist dabei natuerlich der „skeparni“, der Hammer. Damit schlaegt er die Naegel aus Olivenholz in Boden und Rippen des Bootes. Das Pinienholz ist sehr schwer und harzreich und etwa 30 bis 50 Jahre alt. „Es muss gut durchgetrocknet sein“, erklaert der Fachmann. Obwohl das Boot noch lange nicht fertig ist, ziert bereits ein hoelzernes Kreuz die „plori“, den Mund des Bootes. „Damit auch beim Bau alles gut geht“, sagt er.

Persoenlich wuerde ich mir wuenschen, dass in dem neuen Schiffahrtsmuseum auch dem Kaiki eine kleine Ausstellung gewidmet wird.

Boot

 

Bouzoukis, Tzouras und Baglamas

Auch in Pythagório, dem schmucken Staedtchen an der Suedkueste der Insel mit dem Namen des antiken Philosophen und Mathematikers Pythagoras, hat sich noch eine kleine Oase traditionellen Handwerks bewahrt: In einer Gasse abseits des Touristenrummels zwischen Hafen und Logothétis-Burg betreibt Yannis Loulourgas seinen nahezu unscheinbaren Laden mit griechischen Musikinstrumenten. In der kleinen Werkstatt im Keller fertigt er Bouzoukis, Tzouras und Baglamas. Sein erstes Musikinstrument baute der gebuertige Samiote 1980 waehrend seines Aufenthaltes im amerikanischen San Diego. „Einen Lehrer hatte ich nie, ich hab mir alles selbst beigebracht“, erzaehlt der 64-Jaehrige. 1983 kehrte Loulourgas nach Samos zurueck. Seine Musikinstrumente verkauft er mittlerweile in ganz Europa an professionelle Musiker und natuerlich an Touristen.Die Instrumente werden aus Palisander- und/oder Walnussholz gefertigt. Das Holz muss moeglichst weich sein, damit harte und hohe Frequenzen keine Chance haben,mitunter sei ein Instrument bereits nach drei Tagen fertig, es koenne aber auch drei Monate dauern.

 

 

 

 

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