Wir hatten schon unbemerkt von uns im letzten Jahr ein Wespennest, es befand sich direkt im Eingang unserer Blechhütte, da wo Rasenmäher und Annies Winterreifen gelagert sind. Erst im Spätjahr, entdeckte ich die Überreste eines Nestes. Wir haben uns nicht gestört.
Die Tage habe ich dann mal wieder in den Schuppen geschaut und sehe, dass die Wespen sich durch ein Loch oben in der Hütte, in dessen Nähe ein Wespennest aufbauen. Das finden wir sehr interessant, dass zu beobachten.
Persönlich habe ich vor Wespen Respekt, mag sie auch nicht auf meinem Kuchen. Aber wir respektieren uns und lassen uns in der Regel gegenseitig in Ruhe.

Wespennest im Bau
Wespen sind für die meisten Garten- und Hausbesitzer in der Regel eher ungebetene Gäste, die Nerven und Angst machen. Dabei handelt es sich durchaus um nützliche Tiere, die schädliche Insekten im Garten vernichten. Außerdem sind sie geschickte Baumeister. Man tut gut daran sich mit ihnen zu beschäftigen - auch, um ihren Bau zu verhindern ist man gut beraten, sich zunächst einmal den Lebenszyklus eines Wespenvolkes näher anzusehen. Dazu sollte man wissen, dass ein Wespenvolk bis auf die Königin im Winter abstirbt. Im Frühjahr muss sich die Königin dann zwangsläufig an den Neuaufbau ihres Volkes machen. Wann genau sie damit beginnt, hängt vor allem von den klimatischen Verhältnissen ab. Sie sucht sich dafür zunächst einen geschützten Hohlraum wie beispielsweise einen Öffnung, gerne im Gewächshaus oder im Gartenhaus. Sollten sich die Wespen im Haus ein Platz gesucht haben, empfehle ich besonders wenn man Kinder hat, das Nest umsetzen oder entfernen zu lassen. Auch Rollladenkasten oder einen offenen Dachvorsprung, gehören zu beliebten Wespenorte., in dem sie die ersten Eier ablegen, gleichzeitig startet sie mit dem Nestbau. Das Nest wird dabei weiter wachsen und im Juli bzw. August mit seinem Bau zu Ende kommen. Wespennester werden aus Holzfasern gebaut, meist sieht man es an Holzpfählen, dass die etwas abgeschält aussehen. Wespennester habn in ihrem Inneren auch eine wabenartige Struktur, jedoch hat die nichts mit dem Baumaterial, sondern ausschließlich mit der Konstruktion zu tun.
Die Königin und später das gesamte Volk sammeln dafür Holzfragmente, die sie in der näheren Umgebung finden. Meist werden diese Fragmente von den Tieren geschält, mit den Mundwerkzeugen fein zerkaut, eingespeichelt und dann zum Nistplatz transportiert. Man kann daher sagen: Jedes Wespennest besteht aus einem getrockneten Holzbrei, der von den Tieren extra produziert worden ist.
Wespennester sind in ihrem Inneren wabenartig aufgebaut. Die Waben erfüllen dabei folgende Funktionen. Zum einen dienen sie als Ablageorte für die Eier. Zum anderen verleihen sie jedem Nest eine enorme Stabilität. Diese Waben sind meist gut in einem Hohlraum versteckt und werden daher kaum wahrgenommen. Erst mit dem Anwachsen des Volkes und dem weiteren Ausbau des Nestes wird es dann auch nach außen hin sichtbar.
Wie bereits angedeutet, orientiert sich die Entstehung eines Wespennestes am natürlichen Lebenszyklus eines Wespenvolkes. Ganz pauschal kann man sagen, dass es vom Frühjahr bis zum Hochsommer in einem Zeitraum von etwa sechs Monaten beständig wachsen wird. Erst im Frühherbst stellen die Tiere den weiteren Ausbau ein. Viele Nester sind dann bereits erheblich angewachsen. Ein Wespenvolk kann im Sommer immerhin 3000 bis 4000 Tiere umfassen. Schlechtes Wetter und ein geringes Futterangebot führen in der Regel dazu, dass das Volk relativ schlecht wächst.
Meistens löst ein Wespennest am Haus oder irgendwo im Garten keine große Freude aus. Zwar handelt es sich bei Wespen um sehr nützliche Tiere, für die jeder Gartenbesitzer dankbar sein sollte, bei Wespennestern sehen jedoch viele rot. Sie einfach zu zerstören ist jedoch nicht Logisch. Eine Attacke der Wespen kann nicht nur sehr schmerzhaft, sondern auch gefährlich sein. Ähnliches kann passieren, wenn man das Netz lediglich versetzen möchte. Auch hier ist höchste Vorsicht gefragt. Das Versetzen sollte daher nur von Fachleuten, etwa einem Kammerjäger bzw. Schädlingsbekämpfer, durchgeführt werden. |