Was zum Teufel bedeutet „goonen“ oder „Gooning“? Klar, hört sich nach etwas Futuristischem an, ist aber eher ein Jugendwort-Kandidat, der nicht ganz jugendfrei ist – naja, eigentlich ziemlich uncool, aber lustig. Hinter dem unschuldig klingenden Begriff steckt nämlich nichts anderes als „Sich in der eigenen kleinen Welt beschäftigen“, nur halt mit mehr Drama und Extrakram. Oft meinen die Kids damit das „ewige Dranbleiben“ oder den Marathon-Marathon vorm Computer, um Pornos zu gucken.
Der Trend „Gooning“ ist quasi die Kunst, self-love zum Zen-Meister-Level zu bringen: Stundenlang masturbieren, eventuell sogar Tage lang – kein Scherz! Das Ganze soll wohl das meditative Yoga der Selbstbefriedigung sein, nur eben mit mehr Hüftschwung und weniger Chakra.
Und weil’s so schön passt: Es gibt auch das „Edging“. Das ist wie das kurze Anzünden der Kerze, nur um den Höhepunkt immer wieder auf Eis zu legen. Man spielt mit dem Feuer, indem man kurz vorm Orgasmus stoppt, damit die Spannung steigt wie bei einem schlechten Witz, und am Ende wird’s dann wahrscheinlich umso heftiger.
„Goonen“ klingt also nicht nur nach einem coolen Party-Hobby, sondern kann auch ein Suchtfaktor sein. Wenn man zu sehr in die Selbstbefriedigungs-Devotion abdriftet, lassen Freunde, Arbeit und das echte Leben vielleicht grüßen. Es kann den Alltag so unauffällig sabotieren wie ein unerwünschtes Pop-up im Browserfenster.
Aber keine Panik: In der Jugendsprache bedeutet „goonen“ meistens nur „Ich bin gerade im Pornofilm-Delirium“ und ist eher ein ironischer Ausdruck fürs „Ich mache das halt mal wieder“. Solange es nicht zur Dauerbaustelle wird, bleibt das alles eher lustig und harmlos – und die Moral von der Geschicht’: Alles in Maßen, auch beim Gooning! |