thomMYMueller

Samos ist die schönste griechische Insel und liegt im östlichen Ägäischen Meer, nahe zur Türkei. Samos ist der Geburtsort des Mathematikers Pythagoras und des Philosophen Epikur und für den hier hergestellten süßen Muskatwein bekannt. Weinbau, Olivenbau haben eine lange Tradition, der Tourismus ist gut ausgebaut, aber insgesamt ruhig und gemässigt...weiter

griechischer kalender
 

 

 

ochi? avrio? katalavenes...

 

Weisblaue Farben. Ein Esel im Olivenhain, Mohnblumen am Feldesrand und tiefblaues Meer, das sich in allen Facetten spiegelt und an graubraunen Kiesel bricht. Antikes Gefels, behauen oder nicht, trifft den Touristen, prallen aneinander und bilden nach einer gewissen Zeit doch eine homogene Einheit. Wer kann sich schon auf Dauer den antiken Steinen entziehen, wenn man nach dem gestrigen "Nichts" heute ein Teil davon wird.

Antike Begegnungen laufen heute weit friedvoller ab, als die Erbauer solcher Altäre, Tempeln und Statuten, früher gedacht hatten. Wenn Hera ihre Gaben in Empfang nahm, konnte Blut fliessen oder schon geflossen sein.

Aber eines nach dem anderen, bevor wir uns den alten Steinen zu bewegen, setzen wir uns erstmal hin, bestellen einen Frappe und schauen uns um, ob sich die Einheimischen bewegen. Tun sie es nicht, dann machen sie es denen nach. Nicht jeder bewegt sich und das schon gar nicht bei über 30 grad im Schatten, höchstens Touristen, die mit bunten Luftmatratzen sich auf dem Meer tümmeln oder auf einer Strandliege unter dem grossen Schirm sich vom Bauch auf den Rücken drehen.

Der Service bringt Mezedes, Knabbereien zum bestellten kalten Draft- Bier. Ein Alpha, Mythos oder Amstel aus dem Hahn geht immer, dazu noch ein Ouzo vor dem Essen und vielleicht ein paar noch hinterher.

Der Fischer mit seinem kleinen PickUp, so nennt man die kleinen Lastwagen, die zu fast jedem Hausstand eines Griechen gehören, bringt den Tagesfang. 10,00€ für das Kilo oder einen grossen Oktopus, die er heute nacht gefangen hat und am Asprosfelsen weich geschlagen hatte. Wir bestellen uns für heute abend den Oktopus, wer kriegt schon Frischen in seinem Heimatland, dass muss unbedingt probiert werden.

Wir erzählen noch ein wenig mit dem Fischer, der auf der kleinen Nachbarinsel, ein Kafenion betreibt. Leider sind nur wenige Touristen dieses Jahr, dafür hat das Meer viele Asylsuchende an Land gespült. Die Gemeinde dort hat nicht viel, gibt aber etwas Essen und Kleidung, damit die Refugees nicht halbnackt in Athen ankommen, ein europäisches Problem, dass aber in voller Front auf die griechischen Inseln zurast. Verständnissvoll nicken, interessieren wir uns aber mehr für unseren Oktopus und den Wein, den wir heute abend dazu trinken werden.

Wir befragen noch den Fischer, wie man den so einen Oktopus fängt? Dieser erzählt uns der Oktopus ist meist in grossen Tiefen, die meisten benutzen, dazu bunte Fischlein, die sie an der Leine herunterlassen. Er selbst hat noch einen anderen Trick, den er für sich behalten wollte. Denke instinktiv an meine Vorfahren, die es sich mit Handgranaten damals einfach machten, spreche es aber nicht aus, nach Handgranten sieht der Oktopus aber auch nicht aus. Der Fischer fährt weiter mit seinem Fang, weitere Touristen kommen nun in die Taverne und wir erzählen noch über Nichtiges, was Wichtig ist.

In der Ferne hört man die Lautsprecher Psária freska (frische Fische), lemonia (Zitronen), portokália (Orangen), was auch immer, karekles (Stühle) sogar, scheppert es dann aus dem Lautsprecher, Gemüse, Obst, Krämerwaren, Stoffe, Schuhe – je nachdem, was derjenige Händler, auf seinem Pickup geladen hat.

Früher in den 80ern war ich oft auf Kreta, da passierte es mir schon Mal, dass wir auf weiter Flur, mit dem einen oder anderen Bauern meist in Gestensprache (mangels Griechenkenntnisse) kommunizierten. Auch genossen wir damals die Gastfreundschaft von sozialen Griechen in den Bergen. Heute sind solche Treffen und Einladungen Mangelware geworden. Auch sprechen die Griechen heute Deutsch oder Englisch und viele Leben vom Tourismus. Es gibt nur noch wenige, die den Esel benutzen, wir reiten in unserem Land ja auch nicht mehr auf Pferden. Den Esel gibt es meist noch in den Bergdörfern in unbeugsamen Gebiet, dass selbst dem Allrad Probleme bereiten, da es nur ein paar Pfade gibt.

Dora vom Pepitpero, in dem wir mittags mal ein Schwätzchen führen, gibt mir schon mal einen Souma oder den preist ihren selbstgekelterten Weißwein an, gut mit dem Hintergedanken wahrscheinlich, das es den auch bei ihr zu kaufen gibt. Ihre Kinder wohnen heute in Westeuropa, manche in Athen, die Alterstruktur in unserem Fischerort, ist merklich nach oben gegegangen. Landwirt oder Ziegenhirt zu werden ist kein Berufsziel für die Jugend, die mit dem Fernseher groß geworden ist. Außer der Tourismusbranche, die meist mit hohen Investitionen verbunden ist, gibt es nur zwei »vernünftige« Möglichkeiten: Athen oder Ausland, sagt sie.

Athen war in den Anfängen des 19. Jh ein eher unbedeutender Ort. Damals fasste Athen nur 5000 Einwohner. Erst mit dem König Otto der 1. von Bayern, kam Bewegung ins Spiel, er wurde von den Mächtigen aus Grossbritanien und Frankreich ins Rennen geschickt. Otto war mit 17 Jahren nicht in der Lage, eigene Ideen zu haben, daher holt er sich den Bayern Leo von Klenze mit an Bord, der das Athener Stadtbild nach klassizistischen Stil und Münchner Vorbild umsetzte. München hatte im Vergleich, damals auch keine 100.000 Einwohner. Otto ließ Klenzen eine Stadt für 50 Tausend Einwohner konzpieren. Heute hat Athen München mit seinen Einwohnerzahlen schon überholt, klar wo sollen die Leute auch arbeiten, außer in Athen?

Heute fliegen die meisten Pauschaltouristen direkt auf die Inseln, einige Individualisten, die auf die kleineren Inseln wollen, müssen meist über Athen, Saloniki oder Kavala.

Der Athener Flughafen heute, ist Eindrucksvoll, vor ein paar Jahren, gab es noch zwei Flughäfen in Athen. Der Olympics und der Internationale waren nur ein paar Km getrennt, aber es war schon müßig jedesmal, wegen einem Weiterflug mit dem "überteuerten" Taxi dort hinzufahren.

Zu den Taxifahrern könnte man einen eigenen Artikel schreiben..gut vll komme ich da noch darauf zurück. Heute gibt es die Metro als Alternative und nur noch einen Flughafen. Viele benutzen die Fähre ab Piraeus oder Rafina. Piraeus ist an der Metro angeschlossen. Der neue Flughafen wurde von einem deutschen Unternehmen gebaut, die Metro sowieso.

 

Kalós írthate – Willkommen in Griechenland! Kali Mera, guten Morgen aus Ireon!

Die Klimaanlage im Zimmer benutze ich eher nicht und der Tourist sollte diese auch nur im Notfall benutzen, sie sind ökologisch schlecht, verbrauchen zu viel Strom und gesund sind sie auch nicht. Die kleinen Gasthöfe die ich buche, haben keinen Tennisplatz, die meisten auch keinen Pool und die Sauna ist bei 40 grad im August auch nicht wirklich nötig und von daher auch nicht zugegen.

Freizeitbeschäftigung findet sich am Meer, ein wenig mit der Luftmatratze paddeln, da gibt es einen Buchständer mit den Liebesschluchtsdramen in allen Sprachen, gut gebraucht und manche Träne findet sich beim Lesen.

Griechenland, heisst Meer, Baden, Essen, Trinken und nicht nur die ältere Generation wandert auf der Insel, auch viele Jungwanderer treffe ich trotz hoher Temperaturen an, meist geht es durch geschützte und schattige Kiefernwälder, auch Obst- und Olivenhaine bieten viel Sonnenschutz an. Wer nicht wandern möchte, kann sich an einigen guten Tavernen direkt am Meer verköstigen lassen oder macht einen Ausflug in den Nachbarort, Nachbarinseln oder in ein Nachbarland. Ja, selbst das bietet sich an, morgens mal mit der Fähre schnell nach Kusadasi in die Türkei, besucht die Ephesus-Ausgrabung und abends mit dem Boot wieder zurück; wer darf von sich behaupten, dass er gleichzeitig in zwei Ländern EU und Nicht-EU Urlaub gemacht hat. Griechenland und Türkei, dass Verhältnis ist eine eigene Geschichte und würde normalerweise den Rahmen, dieser Seite sprengen, aber es ist doch so stark verknüpft, dass es immer wieder gegenwärtig wird.

Wandern

Mich zieht es heute mit der geliehenen Enduro (Geländemotorrad) nach Variolotes, hier möchte ich nach Manolates wandern und abends wieder zurück. Diese beiden Gebirgsdörfer gehören zu den bekanntesten und schönsten auf Samos. Die Wanderung durch das Nachtigallental "Traumhaft" im schattigen Wald und Wasserfälle und und ...

Nach soviel relaxtem Wandern, gönne ich mir was besonderes, das Taurus-Restaurant in Ireon, ist nach meinem Geschmack und das Lamm überzeugt mich. Ein paar Ouzos noch hinterher in der Bar, lässt mich die richtige Bettschwere finden.

Papa Beach

Vom Wandern und dem späteren "Ouzonieren" teile ich meinen heutigen Tag mit Strand geniessen dazu fahre ich zu Maria und Kostas zum Pappa Beach. Ich ergattere noch einen der begehrten Strandliegen und schaufle über den Tag, Tsaziki, Sovlaki und ein paar frisch gezapfte Biers in mich hinein. Entspannung pur. Fullservice von Maria!

Kerkis

Genug relaxt, heute geht es hoch auf den Zweithöchsten Berg, zumindest in Gipfelnähe.

Der Kerkis ist ein Berg und Berge sind ja für mich ein Muss, daher geht es heute mit dem Motorrad nach Votsalaki, der Riviera der Insel. Langezogener Strand und viele Beachtavernen, die sich über mehrere Kilometer aneinanderreihen. Das ist was für den speziellen Badefreund. An der Phytagoras-Höhle...kennt man noch von dem a² + b² = c² !! ja lange ist es her, auch er war ein Bewohner von Samos... tot und er kann uns damit nicht mehr quälen...Schoolout forever!, denkt man.. und an der besagten Höhle geht es dann langsam in das Kerkis Massiv. In der Höhle versteckte sich Phytagoras vor dem Polykrates, ein Tyrann der Insel, wurde in der Reinkanation wohl Mathelehrer?! Egal, hier geht es also hoch auf den zweithöchsten Gipfel in der Aegais. Schlappe 5,5 Stunden sollte man für die Tour einplanen. Panorama und Wasserknappheit garantiert! Gut nach dem Ouzenieren von gestern, war ich zu spät und schaffe gerade noch die Schutzhütte und dann wieder zurück, beim nächsten Mal ist halt der Gipfel dran.

Nach soviel kraxeln, geht es noch in Votsalakia zur Beachtaverne, etwas zu laute Bassmusik beschallt die 100 m² Liegestühle vor sich. Ich gönne mir noch ein Glas Bier bevor es wieder die 40 km heimzu`s nach Ireon geht.

Klöster

Klöster sind nicht unbedingt meine Passion, "Kenne ich eines Kenne ich alle" Meine früheren Besuche der Meteora Klöster und mit Einladung drei Tage auf der Mönchshalbinsel Athos, haben mir das Klosterleben näher gebracht. Seit dieser Zeit schaue ich auch regelmässig bei den Klöstern auf Samos rein. MeinTrip führt mich heute zum Moni Spiliani oberhalb von Phytagorion. Ursprünglich war noch ein Besuch des Eupalinos-Tunnel auf dem Plan, aber der wird dereit restauriert (2015) 2018 war er wieder komplett zugänglich und durchgehend. Da das Kloster in direkter Nachbarschaft liegt und ich ja sowieso mal da hin wollte, parkte ich das Motorrad davor. Beeindruckend der Blick auf Phytagorion und den Kastrohügel mit seiner Festung. Was ich noch nicht wusste, aber im Reiseführer nachlese, gibt es unterhalb des Klosters noch eine Höhle mit einer Grotte. Alles recht feucht, etwas glitschig, aber auch kühl und genau das richtige bei der Hitze. Angestachelt nun, fahre ich nach meinem Besuch noch zum Agia Triada hoch und beende meinen Tagesausflug in Mytlini auf der Platia, bei einem riesengrossen Salat und einem Huhn das hier frisch gebacken wurde. Auf dem Heimweg komme ich noch beim Archaeologischen Museum vorbei und besuche auch das noch, kurz vor der Mittagpause, danach noch einen Abstecher nach Vathi.

Vathi

Von Mytilini aus ist die Strasse gemässigt, man darf gerne noch beim Tierheim an der Müllkippe halt machen bevor es zur Serpentinenabfahrt Richtung Stadt geht. Durch die zwei Kreisverkehre und am Weinmuseum vorbei, parke ich das Motorrad an der "noch nicht" fertigen Promenade (2016), die sicher wenn sie mal fertig werden sollte, richtig hübsch wird (2018 strahlt sie schöner wie nie zuvor) Sie ist auch schön geworden, es fehlen zwar ein paar Bäume, aber trotzdem schön. Im Hafenbecken steht die Sonne günstig und ich mache noch ein paar Aufnahmen von der Stadt. Mittags ist nicht viel los, so fuhr ich weiter zum Kloster Zoodochi Pigi...eine atemberaubende Panoramastrasse, die den Blick über die Mourtia Bucht und die Küstenlandschaft bis zur Türkei freigibt.

Vathi am Abend. Überall Leben und Abwechslung. Imbißbuden, in denen Tiropitákia, die mit Schafskäse gefüllten Blätterteigtaschen, verkauft werden, ein Stand mit Hunderten von Elektroweckern, die alle gleichzeitig nach Kundschaft piepsen, der Mann, der schnelles Glück verspricht und seine Lose in einer Art Sprechgesang anpreist (»Superchancen« jeden Tag ...), marmorumkleidete Bankgebäude mit unwilligen Angestellten hinter der Panzerverglasung, halbfertige Bauruinen, hupende Taxis, der Handwerker, der sich – weiß Gott, warum – darauf spezialisiert hat, diese unbequemen griechischen Stühle zu basteln, oder einer, der aus Blech Eimer und Ofenrohre, Ölkannen und Trichter formt, aber auch eine elegante Fussgängerzone, die eine Mischung aus Gucci und ein wenig Secondhandfeeling aufkommen lässt. Noch einen Pita auf die Hand, ein paar Ansichtskarten für die Liebsten geschrieben und gleich zum Postamt (tachidromío), mache mir aber keine Hoffnung, dass die Karte vor mir da ist, ti na kánnume, was soll's...und schon knattert mein 4-Takter wieder Richtung Heimat nach Ireon. Im Taurus wird schon gewerkelt für die Abendkundschaft, ich darf mir ein Bier zapfen, setze mich noch ein wenig in die Sonne, bevor ich vor dem Abendessen noch meine Dusche finde.

Am Abend sehe ich bei Christina rein, sie hat die Nachfolge ihrer Mutter Ritsa angetreten und bewirtet das gleichnamig Lokal. In fünf verschiedenen Töpfen kann ich mir das aussuchen was ich haben möchte, ich entscheide mich für Sapagetti mit Meeresfrüchten, zuvor gibt es noch ein leckeres Weißbrot mit einer Olivenpaste, eigentlich benötige danach fast nichts mehr, esse, mehr als Anstand die Spagetti und stelle fest: köstlich! Christina und Ritsa waren früher in meiner deutschen Heimat in direkter Nachbarschaft mit einem Lokal. In die Fremde ging man, um viel Geld zu verdienen, vielleicht auch, weil man dachte, daß dort leichter mehr zu verdienen sei, was keineswegs verschwiegen wird. Polí duliá, pollá leftá, viel Arbeit, (aber auch) viel Geld ist ein in diesem Zusammenhang geläufiges Sprichwort. Heute haben sie hoffentlich wieder ihr Einkommen in Hellas gefunden. 2017 Christina betreibt heute an der Platia ein kleines Cafe und Ritsa ist im Ruhestand.

Zwei Jahre hatte die Varkabar zu, ein schreckliches Unwetter hatte die Bar zerstört, der Wiederaufbau war müßig und unter vielen neuen Auflagen, aber sie ist schön geworden und ich kann ein Besuch nur empfehlen. Varka gehört zu Ireon und Ireon zur Varka!

Für Junggesellen gehören die allabendlichen Bar-besuche zum Muß; auch die jungen Männer aus der benachbarten griechischen Armeekaserne, gönnen sich ab und zu eine Pita an der Platia oder wer noch etwas Sold übrig hat, ein kleines Bier in der Ploribar. Die Ploribar in Ireon ist eine Institution. Schon seit Ireon touristisch wurde, gibt es die Bar. Die Mädchen ab 14 Jahren stolzieren, manche recht aufgeputzt mit hochhackigen Schuhen die Promenade entlang. Ein Eldorado für Junggesellen ist die Insel aber weniger. Die griechischen Frauen sind fast unantastbar, es bilden sich hinsichtlich kaum west/osteuropäischen Paare. Trotz alledem, sind die griechischen Frauen freier und selbstbewußter geworden. Früher hatte man niemals ein Mädchen im Cafe "Neon" gesehen.

Spruch

Und im richtigen Alter ein Weib ins Haus dir
geleiten:
Laß an dem dreißigsten Jahr nicht allzu viele dir
fehlen,
Noch gib viele dazu; dann paßt das Alter zur
Hochzeit. (...)
Nimm eine Jungfrau zum Weib. Sie richtigen
Wandel zu lehren, (...)
Denn es erlost sich ein Mann Nichts Besseres als eine
Gattin, die etwas taugt,
Doch nichts so Grausliches als eine schlechte, Gierig
auf Fraß; und die ihren Mann, so kräftig er sein
mag,
Absengt ohn eine Fackel
Und vor der Zeit ihn zum Greis macht.
Hesiod, »Werke und Tage«, 8. Jh. v. Chr.

 

Wer heute in der Provinz aufwächst, ist irgendwo zwischen Mittelalter und Moderne hin und hergerissen. Da sind laut Verfassung seit 1975 Mann und Frau gleichgestellt, aber einer jungen Mutter, die ein Mädchen zur Welt gebracht hat, gibt man nach wie vor ein dhen pirási, ein Na ja, macht doch nichts, nächstes Mal wird's bestimmt ein Junge, mit auf den Weg. Zwar ist die Ehefrau seit 1982 nicht mehr gesetzlich dazu verpflichtet, den Haushalt zu führen und die Kinder zu versorgen, aber weder ihr Mann noch ihre Verwandten noch das ganze Dorf lassen sich jahrhunderte alte Gewohnheiten so schnell ausreden, vom Staat zuallerletzt. Athen ist weit weg! Traditionen werden gelebt.

Ostern

Heute ist Ostern und Gründonnerstag, 16 Uhr. Die kleine Dorfkirche ist überfüllt, überwiegend ältere Menschen und Kinder drängen sich in die Bankreihen, links die Frauen, rechts die (wenigen) Männer; etwa 250 werden es sein. Hinter dem Altar, in der mittleren der drei Apsiden, steht der Pope im goldenem Brokat. Das grelle Licht zweier kurzer Neonröhren, die beidseitig auf Kopfhöhe angebracht sind, wandelt ihn schier zu was Göttlichem. Eingenebelt im Weihrauch klingen stundenlang die monotonen Gesänge, die Alten bekreuzigen sich, die Kinder lauschen ehrfurchtsvoll dem Szenario. Menschen kommen und gehen, die meisten der Männer trifft man wieder im Cafe Neon, ohne Frauen und bei einem Retsina dem geharzten Wein. Viele Verwandten sind gekommen und es wird ein langes und glückliches Familienfest. Ausländer stehen an Ostern nicht an erster Stelle, aber wir dürfen ein wenig mitfeiern. wir sind Stammgäste und kommen fast jedes Jahr und viele Samioten kennen uns, wir gehören fast schon zur Familie. Eine Ehre! Am Karfeitag stirbt Jesus und die Zeremonie ist im vollen Gange. Jeder drängt nun in die Kirche und ich glaube bis um 24 Uhr war auch jeder am Sarg des Jesus, die Epitafos Prozession setzt ein und der Sarg wird durch das Dorf getragen. Papa Pope voraus und an vielen Häusern bleibt er stehen und lässt sich seinen Ring küssen. Kinder werfen Böller und es wird laut... es beginnt auch bald die 40tägige Fastenzeit, heute wird noch gefeiert. Ostersonntag um 22.00 Uhr dreht der Kirchendiener die Sicherungen heraus ...alles dnnkel und der Pope entzündet die Osterkerze mit den Worten Christó anésti! Christus ist auferstanden! Die Kirchenglocken beginnen zu läuten, die Kerzen werden nach und nach entzündet. Man umarmt sich gegenseitig, küßt sich, wiederholt Christó anésti und antwortet gleich selbst "Alithós anésti – Wahrhaftig, er ist auferstanden". Die Mensche strömen mit ihrer brennenden Kerze nach Hause, die darf natürlich nicht ausgehen, dort wartet die Majíitsa, die traditionelle Ostersuppe. Hauptbestandteil sind die Innereien des Osterlamms, sein verschlungener Darm, der an die labyrinthischen Irrwege erinnern soll, von denen Christus die Menschheit auf den rechten Weg geführt hat. Am Sonntag gibt es wieder Lamm, die Kinder naschen vom süssen Osterbrot mit den eingebackenen roten Eier, rot wie das Blut Christi. Am Montag gibt es noch grosse Verabschiedung der Verwandten. Es war wieder ein grosses Fest!

 

 

 

Anflug
Start en wir hier, oder einfach drauf los..
Samoswetter
Wetter nicht ganz unwichtig
Ob mit dem fahrad oder boot
mit der Anreise, ob mit Flugzeug, Fähre oder eigene Anreise
Anflug auf die Insel
Sichtflug auf Samos
Fähre
Lieber gemütlich mit der Fähre?
Taxi
Ireon
Ireon Fischerdorf geblieben für Individualisten,
Kokkarie
Kokkari Strand, Essen, Bummeln - ein Kokkarist schwört auf sein Kokkari
Pythagorion
Pythagorio Yachten, Tavernen und Pythagoras
Marathokambos Bergdorf, Hafen und Votsalakia die samiotische Riviera
Vathy Hauptstadt, Museen, Shoppen
 
Die schönsten Strände sind nicht unbedingt neben dem Hotel
Wandern auf Samos
  • Kerkis über das Frauen Kloster Evangelistria zur Kapelle Profitis Ilias

Museumsbesuch Archaeologische Funde gesucht?

 
Klöster gibt es in Griechenland sehr viele, auch Samos hat seine Kl?ster
Geschichte
  • Samische Fahne der Revolution
 
Museen
 
 
Mal was unternehmen, wenn der Ort zu klein wird
Nachbarinseln
  • Samiapoulo
  • Fornie
Medien
 
Hinweise? Wissen? Schon mal gehört?
 
Erweitertes Wissen - Sprüche

Essen

Fauna & Flora Kräuter und was wächst den da?
Leute
Archaeologisch
 
  • Dodekannis 12 Inseln für die Tagesausflüge und Anreisemoeglichkeit ferry dodekkanes
Unterwegs auf der Insel
2001
2002
2013
2014
2015
2016
2017
2018
2019
2020

Samos AZ (atwork)

 
Facebooktwitterinstagramm
Hinter den Buttons sind keine Sharingcodes. Es sind nur Links zu meinen Seiten im Social Media Ihr könnt aber gerne die Seiten auf Euren Lieblingseiten sharen/teilen. lg thommy
Die Seite www.thommymueller.de/ www.tominfo.de /www.tominfo.biz ist LSR frei - alle Artikel dürfen ohne Einschränkung verlinkt oder auf neudeutsch "geshart" werden. Alle Medien, Bilder, Texte, Videos etc. auf diesen Seiten sind geschützt und gehören Thomas Müller www.tominfo.de

Die Bilder dürfen geteilt, aber nicht für gewerbliche Zwecke genutzt werden.
Für gewerbliche Anfragen, bitte eine Mail an Kontakt
tominfo.de 1995 bis 2020
 
 
 
thommymueller.de - news
Technik
Wir versuchen so gut es geht keine Cookies zu verwenden, es kann aber passieren, das wir Seiten verlinken, die ohne Cookies nicht leben können. Persönlich speichere ich keineCookies und verwerte auch keine.
Derzeit werden die Seiten geändert und der DSGVO angepasst.
Es sind von mir noch nicht alle Seiten freigegeben/Erreichbar @ThommyPfalz

Kontakt

Impressum

AGB

Disclaimer