Samos ist die schönste griechische Insel und liegt im östlichen Ägäischen Meer, nahe zur Türkei. Samos ist der Geburtsort des Mathematikers Pythagoras und des Philosophen Epikur und für den hier hergestellten süßen Muskatwein bekannt. Weinanbau, Olivenanbau haben eine lange Tradition, der Tourismus ist gut ausgebaut, aber insgesamt noch ruhig und gemässigt...weiter

griechischer kalender

Informieren Sie sich über Covid-19 - Sie benötigen derzeit 8/2020 einen QR Code Infos über das Auswärtige Amt - den QR CODE bekommen Sie auf dieses Seite

 

ochi? avrio? katalavenes...

 

Weissblaue Farben. Ein Esel im Olivenhain, Mohnblumen am Waldesrand und tiefblaues Meer, das sich in allen Facetten spiegelt und an graubraunen Kiesel bricht. Antikes Gefels, behauen oder nicht, trifft den Touristen, prallen aneinander und bilden nach einer gewissen Zeit doch eine homogene Einheit. Wer kann sich schon auf Dauer den antiken Steinen entziehen, wenn man nach dem gestrigen "Nichts" heute ein Teil davon wird.

Antike Begegnungen laufen heute weit friedvoller ab, als die Erbauer solcher Altaere, Tempeln und Statuen, frueher gedacht hatten. Wenn Hera ihre Gaben in Empfang nahm, konnte Blut fliessen oder schon geflossen sein.

Aber eines nach dem anderen, bevor wir uns den alten Steinen zu bewegen, setzen wir uns erstmal hin, bestellen einen Frappe und schauen uns um, ob sich die Einheimischen bewegen. Tun sie es nicht, dann machen sie es denen nach. Nicht jeder bewegt sich und das schon gar nicht bei ueber 30 grad im Schatten, hoechstens Touristen, die mit bunten Luftmatratzen sich auf dem Meer bummeln oder auf einer Strandliege unter dem grossen Schirm sich vom Bauch auf den Ruecken drehen.

Der Service bringt Mercedes, Knabbereien zum bestellten kalten Draft- Bier. Ein Alpha, Mythos oder Amstel aus dem Hahn geht immer, dazu noch ein Ouzo vor dem Essen und vielleicht ein paar noch hinterher.

Der Fischer mit seinem kleinen PickUp, so nennt man die kleinen Lastwagen, die zu fast jedem Hausstand eines Griechen gehoeren, bringt den Tagesfang. 10,00€ fuer das Kilo oder einen grossen Oktopus, die er heute nacht gefangen hat und am Aspros Felsen weich geschlagen hatte. Wir bestellen uns fuer heute abend den Oktopus, wer kriegt schon Frischen in seinem Heimatland, dass muss unbedingt probiert werden.

Wir erzaehlen noch ein wenig mit dem Fischer, der auf der kleinen Nachbarinsel, ein Kafenion betreibt. Leider sind nur wenige Touristen dieses Jahr, dafuer hat das Meer viele Asylsuchende an Land gespuelt. Die Gemeinde dort hat nicht viel, gibt aber etwas Essen und Kleidung, damit die Refugees nicht halbnackt in Athen ankommen, ein europaeisches Problem, dass aber in voller Front auf die griechischen Inseln zurast. Verstaendnisvoll nicken, interessieren wir uns aber mehr fuer unseren Oktopus und den Wein, den wir heute abend dazu trinken werden.

Wir befragen noch den Fischer, wie man den so einen Octopus faengt? Dieser erzaehlt uns der Oktopus ist meist in grossen Tiefen, die meisten benutzen, dazu bunte Fischlein, die sie an der Leine herunterlassen. Er selbst hat noch einen anderen Trick, den er fuer sich behalten wollte. Denke instinktiv an meine Vorfahren, die es sich mit Handgranaten damals einfach machten, spreche es aber nicht aus, nach Handgranaten sieht der Oktopus aber auch nicht aus. Der Fischer faehrt weiter mit seinem Fang, weitere Touristen kommen nun in die Taverne und wir erzaehlen noch ueber Nichtiges, was Wichtig ist.

In der Ferne hoert man die Lautsprecher Psaria fresca (frische Fische), lemonia (Zitronen), portokalia (Orangen), was auch immer, kareklas (Stuehle) sogar, scheppert es dann aus dem Lautsprecher, Gemuese, Obst, Kraemer Waren, Stoffe, Schuhe – je nachdem, was derjenige Haendler, auf seinem Pickup geladen hat.

Frueher in den 80ern war ich oft auf Kreta, da passierte es mir schon Mal, dass wir auf weiter Flur, mit dem einen oder anderen Bauern meist in Gestensprache (mangels Griechen Kenntnisse) kommunizierten. Auch genossen wir damals die Gastfreundschaft von sozialen Griechen in den Bergen. Heute sind solche Treffen und Einladungen Mangelware geworden. Auch sprechen die Griechen heute Deutsch oder Englisch und viele Leben vom Tourismus. Es gibt nur noch wenige, die den Esel benutzen, wir reiten in unserem Land ja auch nicht mehr auf Pferden. Den Esel gibt es meist noch in den Bergdoerfern in unbeugsamen Gebiet, dass selbst dem Allrad Probleme bereiten, da es nur ein paar Pfade gibt.

Dora vom Pepitpero, in dem wir mittags mal ein Schwaetzchen fuehren, gibt mir schon mal einen Souma oder den preist ihren selbst gekelterten Weisswein an, gut mit dem Hintergedanken wahrscheinlich, das es den auch bei ihr zu kaufen gibt. Ihre Kinder wohnen heute in Westeuropa, manche in Athen, die Altersstruktur in unserem Fischerort, ist merklich nach oben gegangen. Landwirt oder Ziegenhirt zu werden ist kein Berufsziel fuer die Jugend, die mit dem Fernseher gross geworden ist. Ausser der Tourismusbranche, die meist mit hohen Investitionen verbunden ist, gibt es nur zwei »vernuenftige« Moeglichkeiten: Athen oder Ausland, sagt sie.

Athen war in den Anfaengen des 19. Jh ein eher unbedeutender Ort. Damals fasste Athen nur 5000 Einwohner. Erst mit dem Koenig Otto der 1. von Bayern, kam Bewegung ins Spiel, er wurde von den Maechtigen aus Grossbritannien und Frankreich ins Rennen geschickt. Otto war mit 17 Jahren nicht in der Lage, eigene Ideen zu haben, daher holt er sich den Bayern Leo von Klenze mit an Bord, der das Athener Stadtbild nach klassizistischen Stil und Muenchner Vorbild umsetzen. Muenchen hatte im Vergleich, damals auch keine 100.000 Einwohner. Otto liess Klenzen eine Stadt fuer 50 Tausend Einwohner konzipieren. Heute hat Athen Muenchen mit seinen Einwohnerzahlen schon ueberholt, klar wo sollen die Leute auch arbeiten, ausser in Athen?

Heute fliegen die meisten Pauschaltouristen direkt auf die Inseln, einige Individualisten, die auf die kleineren Inseln wollen, muessen meist ueber Athen, Saloniki oder Kavala.

Der Athener Flughafen heute, ist Eindrucksvoll, vor ein paar Jahren, gab es noch zwei Flughaefen in Athen. Der Olympics und der Internationale waren nur ein paar Km getrennt, aber es war schon muessig jedes mal, wegen einem Weiterflug mit dem "ueberteuerten" Taxi dort hinzufahren.

Zu den Taxifahrern koennte man einen eigenen Artikel schreiben..gut vll komme ich da noch darauf zurueck. Heute gibt es die Metro als Alternative und nur noch einen Flughafen. Viele benutzen die Faehre ab Piraeus oder Rafina. Piraeus ist an der Metro angeschlossen. Der neue Flughafen wurde von einem deutschen Unternehmen gebaut, die Metro sowieso.

 

Kalos irthate – Willkommen in Griechenland! Kali Mera, guten Morgen aus Ireon!

Die Klimaanlage im Zimmer benutze ich eher nicht und der Tourist sollte diese auch nur im Notfall benutzen, sie sind oekologisch schlecht, verbrauchen zu viel Strom und gesund sind sie auch nicht. Die kleinen Gasthoefe die ich buche, haben keinen Tennisplatz, die meisten auch keinen Pool und die Sauna ist bei 40 grad im August auch nicht wirklich noetig und von daher auch nicht zugegen.

Freizeitbeschaeftigung findet sich am Meer, ein wenig mit der Luftmatratze paddeln, da gibt es einen Buchstaender mit den Liebesschlucht Dramen in allen Sprachen, gut gebraucht und manche Traene findet sich beim Lesen.

Griechenland, heisst Meer, Baden, Essen, Trinken und nicht nur die aeltere Generation wandert auf der Insel, auch viele Junge Wanderer treffe ich trotz hoher Temperaturen an, meist geht es durch geschuetzte und schattige Kiefernwaelder, auch Obst- und Olivenhaine bieten viel Sonnenschutz an. Wer nicht wandern moechte, kann sich an einigen guten Tavernen direkt am Meer verkoestigen lassen oder macht einen Ausflug in den Nachbarort, Nachbarinseln oder in ein Nachbarland. Ja, selbst das bietet sich an, morgens mal mit der Faehre schnell nach Kusadasi in die Tuerkei, besucht die Ephesus-Ausgrabung und abends mit dem Boot wieder zurueck; wer darf von sich behaupten, dass er gleichzeitig in zwei Laendern EU und Nicht-EU Urlaub gemacht hat. Griechenland und Tuerkei, das Verhaeltnis ist eine eigene Geschichte und wuerde normalerweise den Rahmen, dieser Seite sprengen, aber es ist doch so stark verknuepft, dass es immer wieder gegenwaertig wird.

Wandern

Mich zieht es heute mit der geliehenen Enduro (Gelaendemotorrad) nach Varioulotos, hier moechte ich nach Manolates wandern und abends wieder zurueck. Diese beiden Gebirgsdoerfer gehoeren zu den bekanntesten und schoensten auf Samos. Die Wanderung durch das Nachtigallental "Traumhaft" im schattigen Wald und Wasserfaelle und und ...

Nach soviel relaxtem Wandern, goenne ich mir was besonderes, das Taurus-Restaurant in Ireon, ist nach meinem Geschmack und das Lamm ueberzeugt mich. Ein paar Ouzos noch hinterher in der Bar, laesst mich die richtige Bettschwere finden.

Pappa Beach

Vom Wandern und dem spaeteren "Ouzonieren" teile ich meinen heutigen Tag mit Strand geniessen dazu fahre ich zu Maria und Kostas zum Pappa Beach. Ich ergattere noch einen der begehrten Strandliegen und schaufel ueber den Tag, Tzaziki, Souvlaki und ein paar frisch gezapfte Biers in mich hinein. Entspannung pur. Fullservice von Maria!

Kerkis

Genug relaxt, heute geht es hoch auf den Zweithoechsten Berg, zumindest in Gipfelhoehe.

Der Kerkis ist ein Berg und Berge sind ja fuer mich ein Muss, daher geht es heute mit dem Motorrad nach Votsalakia, der Riviera der Insel. Langgezogener Strand und viele Beach Tavernen, die sich ueber mehrere Kilometer aneinanderreihen. Das ist was fuer den speziellen Badefreund. An der Pythagoras-Hoehle...kennt man noch von dem a² + b² = c² !! ja lange ist es her, auch er war ein Bewohner von Samos... tot und er kann uns damit nicht mehr quaelen...School Out forever!, denkt man.. und an der besagten Hoehle geht es dann langsam in das Kerkis Massiv. In der Hoehle versteckte sich Pythagoras vor dem Polykrates, ein Tyrann der Insel, wurde in der Reinkarnation wohl Mathelehrer?! Egal, hier geht es also hoch auf den zweithoechsten Gipfel in der Aegaeis. Schlappe 5,5 Stunden sollte man fuer die Tour einplanen. Panorama und Wasserknappheit garantiert! Gut nach dem Ouzenieren von gestern, war ich zu spaet und schaffe gerade noch die Schutzhuette und dann wieder zurueck, beim naechsten Mal ist halt der Gipfel dran.

Nach soviel kraxeln, geht es noch in Votsalakia zur Beach Taverne, etwas zu laute Bass Musik beschallt die 100 m² Liegestuehle vor sich. Ich goenne mir noch ein Glas Bier bevor es wieder die 40 km hinzu`s nach Ireon geht.

Kloester

Kloester sind nicht unbedingt meine Passion, "Kenne ich eines Kenne ich alle" Meine frueheren Besuche der Meteora Kloester und mit Einladung drei Tage auf der Moenchs Halbinsel Athos, haben mir das Klosterleben naeher gebracht. Seit dieser Zeit schaue ich auch regelmaessig bei den Kloestern auf Samos rein. MeinTrip fuehrt mich heute zum Moni Spiliani oberhalb von Phytagorion. Urspruenglich war noch ein Besuch des Eupalinos-Tunnel auf dem Plan, aber der wird derzeit restauriert (2015) 2018 war er wieder komplett zugaenglich und durchgehend. Da das Kloster in direkter Nachbarschaft liegt und ich ja sowieso mal da hin wollte, parkte ich das Motorrad davor. Beeindruckend der Blick auf Pythagorion und den Kastro Huegel mit seiner Festung. Was ich noch nicht wusste, aber im Reisefuehrer nachlese, gibt es unterhalb des Klosters noch eine Hoehle mit einer Grotte. Alles recht feucht, etwas glitschig, aber auch kuehl und genau das richtige bei der Hitze. Angestachelt nun, fahre ich nach meinem Besuch noch zum Agia Triada hoch und beende meinen Tagesausflug in Mytilini auf der Platia, bei einem riesengrossen Salat und einem Huhn das hier frisch gebacken wurde. Auf dem Heimweg komme ich noch beim Archaeologischen Museum vorbei und besuche auch das noch, kurz vor der Mittagspause, danach noch einen Abstecher nach Vathi.

Vathi

Von Mytilini aus ist die Strasse gemaessigt, man darf gerne noch beim Tierheim an der Muellkippe halt machen bevor es zur Serpentinen Abfahrt Richtung Stadt geht. Durch die zwei Kreisverkehre und am Weinmuseum vorbei, parke ich das Motorrad an der "noch nicht" fertigen Promenade (2016), die sicher wenn sie mal fertig werden sollte, richtig huebsch wird (2018 strahlt sie schoener wie nie zuvor) Sie ist auch schoen geworden, es fehlen zwar ein paar Baeume, aber trotzdem schoen. Im Hafenbecken steht die Sonne guenstig und ich mache noch ein paar Aufnahmen von der Stadt. Mittags ist nicht viel los, so fuhr ich weiter zum Kloster Zoodochos Pigi...eine atemberaubende Panoramastrasse, die den Blick ueber die Mourtia Bucht und die Kuestenlandschaft bis zur Tuerkei freigibt.

Vathi am Abend. ueberall Leben und Abwechslung. Imbissbuden, in denen Tiropitakia, die mit Schafskaese gefuellten Blaetterteigtaschen, verkauft werden, ein Stand mit Hunderten von Elektro Wecker, die alle gleichzeitig nach Kundschaft piepsen, der Mann, der schnelles Glueck verspricht und seine Lose in einer Art Sprechgesang anpreist (»Super Chancen« jeden Tag ...), marmor kleidete Bankgebaeude mit unwilligen Angestellten hinter der Panzerverglasung, halbfertige Bauruinen, hupende Taxis, der Handwerker, der sich – weiss Gott, warum – darauf spezialisiert hat, diese unbequemen griechischen Stuehle zu basteln, oder einer, der aus Blech Eimer und Ofenrohre, oelkannen und Trichter formt, aber auch eine elegante Fussgaengerzone, die eine Mischung aus Gucci und ein wenig Secondhand Feeling aufkommen laesst. Noch einen Pita auf die Hand, ein paar Ansichtskarten fuer die Liebsten geschrieben und gleich zum Postamt (tachidromio), mache mir aber keine Hoffnung, dass die Karte vor mir da ist, ti na kannume, was soll's...und schon knattert mein 4-Takter wieder Richtung Heimat nach Ireon. Im Taurus wird schon gewerkelt fuer die Abend Kundschaft, ich darf mir ein Bier zapfen, setze mich noch ein wenig in die Sonne, bevor ich vor dem Abendessen noch meine Dusche finde.

Am Abend sehe ich bei Christina rein, sie hat die Nachfolge ihrer Mutter Ritsa angetreten und bewirtet das gleichnamig Lokal. In fuenf verschiedenen Toepfen kann ich mir das aussuchen was ich haben moechte, ich entscheide mich fuer Spaghetti mit Meeresfruechten, zuvor gibt es noch ein leckeres Weissbrot mit einer Olivenpaste, eigentlich benoetige danach fast nichts mehr, esse, mehr als Anstand die Spagetti und stelle fest: koestlich! Christina und Ritsa waren frueher in meiner deutschen Heimat in direkter Nachbarschaft mit einem Lokal. In die Fremde ging man, um viel Geld zu verdienen, vielleicht auch, weil man dachte, dass dort leichter mehr zu verdienen sei, was keineswegs verschwiegen wird. Poli dulia, polla lefta, viel Arbeit, (aber auch) viel Geld ist ein in diesem Zusammenhang gelaeufiges Sprichwort. Heute haben sie hoffentlich wieder ihr Einkommen in Hellas gefunden. 2017 Christina betreibt heute an der Platia ein kleines Cafe und Ritsa ist im Ruhestand.

Zwei Jahre hatte die Varka Bar zu, ein schreckliches Unwetter hatte die Bar zerstoert, der Wiederaufbau war muessig und unter vielen neuen Auflagen, aber sie ist schoen geworden und ich kann ein Besuch nur empfehlen. Varka gehoert zu Ireon und Ireon zur Varka!

Fuer Junggesellen gehoeren die allabendlichen Bar-besuche zum Muss; auch die jungen Maenner aus der benachbarten griechischen Armeekaserne, goennen sich ab und zu eine Pita an der Platia oder wer noch etwas Sold uebrig hat, ein kleines Bier in der Ploribar. Die Ploribar in Ireon ist eine Institution. Schon seit Ireon touristisch wurde, gibt es die Bar. Die Maedchen ab 14 Jahren stolzieren, manche recht aufgeputzt mit hochhackigen Schuhen die Promenade entlang. Ein Eldorado fuer Junggesellen ist die Insel aber weniger. Die griechischen Frauen sind fast unantastbar, es bilden sich hinsichtlich kaum west/osteuropaeischen Paare. Trotz alledem, sind die griechischen Frauen freier und selbstbewusster geworden. Frueher hatte man niemals ein Maedchen im Cafe "Neon" gesehen.


Spruch

Und im richtigen Alter ein Weib ins Haus dir

geleiten:

Lass an dem dreissigsten Jahr nicht allzu viele dir

fehlen,

Noch gib viele dazu; dann passt das Alter zur

Hochzeit. (...)

Nimm eine Jungfrau zum Weib. Sie richtigen

Wandel zu lehren, (...)

Denn es erlost sich ein Mann Nichts Besseres als eine

Gattin, die etwas taugt,

Doch nichts so Grausliches als eine schlechte, Gierig

auf Frass; und die ihren Mann, so kraeftig er sein

mag,

Absengt ohn eine Fackel

Und vor der Zeit ihn zum Greis macht.

Hesiod, »Werke und Tage«, 8. Jh. v. Chr.

 

Wer heute in der Provinz aufwaechst, ist irgendwo zwischen Mittelalter und Moderne hin und hergerissen. Da sind laut Verfassung seit 1975 Mann und Frau gleichgestellt, aber einer jungen Mutter, die ein Maedchen zur Welt gebracht hat, gibt man nach wie vor ein dhen pirasi, ein Na ja, macht doch nichts, naechstes Mal wird's bestimmt ein Junge, mit auf den Weg. Zwar ist die Ehefrau seit 1982 nicht mehr gesetzlich dazu verpflichtet, den Haushalt zu fuehren und die Kinder zu versorgen, aber weder ihr Mann noch ihre Verwandten noch das ganze Dorf lassen sich jahrhunderte alte Gewohnheiten so schnell ausreden, vom Staat zuallerletzt. Athen ist weit weg! Traditionen werden gelebt.

Ostern

Heute ist Ostern und Gruendonnerstag, 16 Uhr. Die kleine Dorfkirche ist ueberfuellt, ueberwiegend aeltere Menschen und Kinder draengen sich in die Bankreihen, links die Frauen, rechts die (wenigen) Maenner; etwa 250 werden es sein. Hinter dem Altar, in der mittleren der drei Apsiden, steht der Pope im goldenem Brokat. Das grelle Licht zweier kurzer Neonroehren, die beidseitig auf Kopfhoehe angebracht sind, wandelt ihn schier zu was Goettlichem. Eingenebelt im Weihrauch klingen stundenlang die monotonen Gesaenge, die Alten bekreuzigen sich, die Kinder lauschen ehrfurchtsvoll dem Szenario. Menschen kommen und gehen, die meisten der Maenner trifft man wieder im Cafe Neon, ohne Frauen und bei einem Retsina dem geharzten Wein. Viele Verwandten sind gekommen und es wird ein langes und glueckliches Familienfest. Auslaender stehen an Ostern nicht an erster Stelle, aber wir duerfen ein wenig mitfeiern. wir sind Stammgaeste und kommen fast jedes Jahr und viele Samioten kennen uns, wir gehoeren fast schon zur Familie. Eine Ehre! Am Karfreitag stirbt Jesus und die Zeremonie ist im vollen Gange. Jeder draengt nun in die Kirche und ich glaube bis um 24 Uhr war auch jeder am Sarg des Jesus, die Epitafios Prozession setzt ein und der Sarg wird durch das Dorf getragen. Papa Pope voraus und an vielen Haeusern bleibt er stehen und laesst sich seinen Ring kuessen. Kinder werfen Boeller und es wird laut... es beginnt auch bald die 40taegige Fastenzeit, heute wird noch gefeiert. Ostersonntag um 22.00 Uhr dreht der Kirchendiener die Sicherungen heraus ...alles dnnkel und der Pope entzuendet die Osterkerze mit den Worten Christo anesti! Christus ist auferstanden! Die Kirchenglocken beginnen zu laeuten, die Kerzen werden nach und nach entzuendet. Man umarmt sich gegenseitig, kuesst sich, wiederholt Christo anesti und antwortet gleich selbst "Alithos anesti – Wahrhaftig, er ist auferstanden". Die Mensche stroemen mit ihrer brennenden Kerze nach Hause, die darf natuerlich nicht ausgehen, dort wartet die Majiitsa, die traditionelle Ostersuppe. Hauptbestandteil sind die Innereien des Osterlamms, sein verschlungener Darm, der an die labyrinthischen Irrwege erinnern soll, von denen Christus die Menschheit auf den rechten Weg gefuehrt hat. Am Sonntag gibt es wieder Lamm, die Kinder naschen vom suessen Osterbrot mit den eingebackenen roten Eier, rot wie das Blut Christi. Am Montag gibt es noch grosse Verabschiedung der Verwandten. Es war wieder ein grosses Fest!


 

Anflug

Start en wir hier, oder einfach drauf los..

Samoswetter

Wetter nicht ganz unwichtig

Ob mit dem fahrad oder boot

mit der Anreise, ob mit Flugzeug, Fähre oder eigene Anreise

Fähre

Lieber gemütlich mit der Fähre?

Taxi

Ireon

Ireon Fischerdorf geblieben für Individualisten,

Kokkarie

Kokkari Strand, Essen, Bummeln - ein Kokkarist schwört auf sein Kokkari

Pythagorion

Pythagorio Yachten, Tavernen und Pythagoras

Marathokambos Bergdorf, Hafen und Votsalakia die samiotische Riviera

Vathy Hauptstadt, Museen, Shoppen

Die schönsten Strände sind nicht unbedingt neben dem Hotel

Wandern auf Samos

  • Kerkis über das Frauen Kloster Evangelistria zur Kapelle Profitis Ilias

Museumsbesuch Archaeologische Funde gesucht?

 

Klöster gibt es in Griechenland sehr viele, auch Samos hat seine Kl?ster

Geschichte

  • Samische Fahne der Revolution

 

Museen

 

 

Mal was unternehmen, wenn der Ort zu klein wird

Nachbarinseln

  • Samiapoulo

  • Fornie

Medien

 

Hinweise? Wissen? Schon mal gehört?

 

Erweitertes Wissen - Sprüche

Essen

Fauna & Flora Kräuter und was wächst den da?

Leute

Archaeologisch

 

  • Dodekannis 12 Inseln für die Tagesausflüge und Anreisemoeglichkeit ferry dodekkanes

Unterwegs auf der Insel

2001

2002

2013

2014

2015

2016

2017

2018

2019

2020

Samos AZ (atwork)
 
Facebooktwitterinstagramm
Hinter den Buttons sind keine Sharingcodes. Es sind nur Links zu meinen Seiten im Social Media Ihr könnt aber gerne die Seiten auf Euren Lieblingseiten sharen/teilen. lg thommy
Die Seite www.thommymueller.de/ www.tominfo.de /www.tominfo.biz ist LSR frei - alle Artikel dürfen ohne Einschränkung verlinkt oder auf neudeutsch "geshart" werden. Alle Medien, Bilder, Texte, Videos etc. auf diesen Seiten sind geschützt und gehören Thomas Müller www.tominfo.de

Die Bilder dürfen geteilt, aber nicht für gewerbliche Zwecke genutzt werden.
Für gewerbliche Anfragen, bitte eine Mail an Kontakt
tominfo.de 1995 bis 2020
 
 
 
thommymueller.de - news
Technik
Wir versuchen so gut es geht keine Cookies zu verwenden, es kann aber passieren, das wir Seiten verlinken, die ohne Cookies nicht leben können. Persönlich speichere ich keineCookies und verwerte auch keine. Derzeit werden die Seiten geändert und der DSGVO angepasst.
Es sind von mir noch nicht alle Seiten freigegeben/Erreichbar @ThommyMueller

Kontakt

Impressum

AGB

Disclaimer

 
ATZE@ Trademark